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Das Wesen des Hundes
– wie unsere Hunde das werden, was sie für uns sein können –

Durch die Zucht wird versucht, gewünschte Merkmale und Eigenschaften zu generieren. Dabei sind die genetischen Anlagen das Fundament.  Doch die Weiterentwicklung der angewölften Eigenschaften in der Obhut des Menschen (die ersten 2 Monate beim Züchter und anschließend im neuen Umfeld beim Welpenerwerber) ist am Ende maßgeblich für die Wesens- und Verhaltensentwicklung des Hundes.

Damit ein Hund ein sicheres Wesen entwickeln kann und wir Menschen eine harmonische Beziehung zu ihm aufbauen können, müssen die Weichen deshalb von Beginn an richtig gestellt werden.

Am 21. März findet im Anschluss an die Mitgliederversammlung in Fulda ein Vortrag zum Thema „Zucht und Wesen des Hundes – Entwicklungsschritte zu einem sicheren Wesen“ statt. Zu der Veranstaltung haben wir die Kynologos AG gewinnen können.

Eine zielführende Veranstaltung nicht nur für Züchter, sondern auch für alle, die verantwortungsbewusst mit dem Hund und seinem Wesen umgehen wollen. Das Wissen um die Wege der Vererbung hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. So weiß man heute sicher, dass Gene durch verschiedene Umwelteinflüsse ein- und ausgeschaltet werden können. Das Wissen um diese und weitere Zusammenhänge eröffnet völlig neue Möglichkeiten im Zuchtgeschehen – und vor allem im Verhalten und Wesen.

Inhalte des Vortrags sind:

  • Vorgeburtliche Einflüsse
  • Wechselwirkungen zwischen Erbanlagen und Umwelt (Epigenetik)
  • Die Bedeutung der Aufzuchtbedingungen und die Einflüsse auf die Welpenentwicklung nach der Welpenabgabe

Ein Infoblatt mit weiteren Informationen zum Seminar wurde uns von Kynologos zur Verfügung gestellt: Zucht_und_Wesen_2020

Das Seminar ist kompakt und mit unmittelbarem praktischem Bezug.

Drei international bekannte Referenten der Firma Kynologos, Frau Dina Berlowitz, Frau Dr. Andrea Weidt und Heinz Weidt werden das Seminar als Wechselvortrag durchführen.

Das renommierte Schweizer Unternehmen Kynologos beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Verhaltens- und Wesensentwicklung des Hundes und hat mit seinen Mitarbeitern zahlreiche wegweisende Entwicklungen und Konzepte auf diesem Gebiet auf den Weg gebracht.

Weitere Informationen zu Kynologos finden Sie unter: http://www.kynologos.ch

Für Teilnehmer an dem Seminar besteht die Möglichkeit, eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte des Vortrags als Unterlage zu erhalten. Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei. Der Kostenbeitrag für die Unterlagen beträgt 10 €.

Interessenten bitte per Mail bei Hans [dot] wackertapp [at] web [dot] de melden – nach Möglichkeit bis zum 8. März 2020. Dies erleichtert uns wesentlich die Planung und die Organisation der Veranstaltung. Dabei bitte auch den Kostenbeitrag für die Unterlagen überweisen auf das Konto des Verbandes Große Münsterländer e.V. bei der

Volksbank Kassel Göttingen, Kontoinhaber: Verband Große Münsterländer e.V.
IBAN:  DE39 5209 0000 0000 1204 05.

Zur Vita der Referenten:

Dina Berlowitz, Jahrgang 1962, war viele Jahre Mitarbeiterin und Vorstandsmitglied im Zürcher Hundezentrum und aktive und einsatzfähige Katastrophenhundeführerin in der Schweizer REDOG.
1994 führte sie die Prägungsspieltage in der Schweiz ein und entwickelte den Junghundekurs.
Sie arbeitete mit ihrem Mann, Heinz Weidt, bei der Entwicklung zahlreicher Grundkonzepte, Methoden und Begriffe zum Aufbau eines sicheren Wesens zusammen.
25 Jahre lang leitete sie die Modell- und Musterprägungsspieltage in Zürich und führte über lange Strecken wöchentlich Junghundekurse und Einzelberatungen durch.
2006 wurde sie vom Veterinäramt Zürich als Beraterin beigezogen, um bei der Entwicklung des Hundegesetzes des Kantons Zürich im Bereich der Welpenförderung und Junghundeausbildung mitzuwirken.
Sie ist Autorin von Fachbüchern und zahlreichen Artikeln zu entscheidenden Aspekten des Wesens des Hundes und seit mehr als 20 Jahren Referentin mit vielseitiger Seminar- und Vortragstätigkeit zum Wesen des Hundes. Von Schweizer Fernsehanstalten wurde sie mehrfach als Sachverständige beigezogen und wirkte in Sendungen mit.
Seit 1999 ist sie Geschäftsführerin der Kynologos AG, Gesellschaft für angewandte Verhaltensforschung beim Hund.

Dr. sc. nat. Andrea Weidt, Jahrgang 1974, Tochter von Heinz Weidt, ist Biologin und studierte Zoologie sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Erlangen, Utrecht und Göttingen. Sie wuchs mit Hunden auf und interessierte sich schon früh für das Verhalten von Tieren. Mit 13 Jahren half sie mit, die letzten Graugansküken unter Konrad Lorenz auf den Menschen zu prägen. Mittels kleiner Experimente erkannte sie früh praktische Grundlagen psychomotorischer Verhaltensleistungen bei Hundewelpen. Im Verlauf ihres wissenschaftlichen Werdegangs führte sie u.a. Freilandbeobachtungen an Primaten in Indien und Madagaskar durch.
Andrea Weidt schloss 2007 in Zürich ihre Doktorarbeit im Fachbereich Verhaltensbiologie ab. Seitdem ist sie wissenschaftliche Leiterin der Kynologos AG, Gesellschaft für angewandte Verhaltensforschung bei Hunden. Zahlreiche Vorträge und Publikationen in der Kynologie säumen seit langem ihren Weg. 2005 erschien von ihr ein außergewöhnlich hilf- und lehrreiches Buch zum besseren Verständnis des Hundes: „Hundeverhalten – Das Lexikon“.
Neben wissenschaftlicher Exaktheit und aktuellem Wissensstand zur praktischen Anwendung liegt Andrea Weidt vor allem allgemeine Verständlichkeit am Herzen

Heinz Weidt, Jahrgang 1943, ging 25 Jahre zur Jagd, war Hundeführer und nebenberuflich bestätigter Jagdaufseher sowie Verbandsrichter im JGHV. Mit seinem Buch „Der Hund mit dem wir leben“ hat er 1989 die Verhaltensbiologie in das Hundewesen eingeführt. Schon Jahre vorher, 1978, entwickelte er das Konzept der Prägungsspieltage/Welpenspielstunden, dem zahlreiche weitere neue Grundkonzepte, Methoden und Begriffe zum Aufbau eines sicheren Wesens folgten. Z.B.
– Frühwarnkonzept zur Vermeidung umweltbedingter Verhaltensstörungen (1996)
– Verhaltensentwicklungsprogramme im Bereich Jagdgebrauchshunde, Katastrophen- und Blindenführhunde u.a.m.
– Eigendynamisches Lernen
Auf seiner Suche nach den Ursachen von Wesensmängeln beim Hund und wie diese vermieden werden können, deckte er verschiedene kynologische Irrtümer und Fehleinschätzungen auf. Darunter die Taxierstellung statt vermeintliche Spielaufforderung und das Wirkungsgefüge von Angst und Aggression sowie das enge Zusammenwirken von Genen und Umwelt (Epigenetik).
Die Erkenntnis der Bedeutung der Bindung beim Wesensaufbau ließ ihn einen Bindungstest entwickeln, einen Vertrauensbeweis und schließlich die Safe-Methode zur Vermeidung oder Verringerung von Übererregung.
Zusammen mit seiner Frau, Dina Berlowitz, entwickelte er spezielle Lernspielgeräte für Hunde sowie Ausbildungskonzepte für Spielgruppenleiter von Prägungsspieltagen/Welpenspielstunden.
Von 1999 – 2008 war er Berater der Stiftung Schweiz. Schule für Blindenführhunde Allschwil im Bereich Welpenaufzucht und Frühförderung sowie in der Führhundeausbildung.
Er ist Autor von Fachbüchern und zahlreichen Artikeln zu entscheidenden Aspekten des Wesen des Hundes und blickt auf eine lange Karriere vielseitiger Seminar- und Vortragstätigkeit zum Wesen des Hundes im In- und Ausland zurück.
Als leitender Mitarbeiter der Kynologos AG, Gesellschaft für angewandte Verhaltensforschung beim Hund ist er unter anderem aktiver Filmemacher zur Analyse in der Verhaltenskynologie.