Am 14. Februar 2026 stellte sich eine große und engagierte Gruppe von Hundeführern und ihren Jagdhunden einer besonderen
Herausforderung: Der Premiere in unserer Landesgruppe in Form einer Langschleppenprüfung mit Bringtreue. Die winterlichen Bedingungen hätten dabei kaum anspruchsvoller sein können – zentimeterhoher Schnee bedeckte das Gelände und verlangte sowohl den Hunden als auch den Schleppenziehern einiges ab. Insgesamt sieben Gespanne traten zur Langschleppenprüfung an. Die Hunde
mussten dabei ihre Nase, Ausdauer und ihren Willen zur Zusammenarbeit mit dem Führer unter Beweis stellen. Trotz der
erschwerten Bedingungen konnten fünf Hunde die 800-Meter-Langschleppe erfolgreich bestehen und ein Gespann die
1200-Meter-Schleppe meistern. Für Hunde, Führer und Schleppenzieher war diese Prüfung körperlich wie mental
äußerst fordernd – die verschneiten Wege machten jeden Schritt zur Herausforderung.

Bei der Bringtreueprüfung gingen neun Hunde an den Start, sechs Hunde konnten die Prüfung bestehen. Diese Leistungsprüfung des JGHV fordert von den Jagdhunden eine besondere Form der Selbstständigkeit: Der zum Stöbern aufgeforderte Hund soll ohne Bringebefehl den gefundenen, nicht gerade beliebten Fuchs aufnehmen und zuverlässig zum Führer bringen. Damit zeigt der Hund eine für die Jagdpraxis besonders wertvolle Eigenschaft: echten Finder- und Bringewillen.

Nach den Prüfungen trafen sich Teilnehmer, Richter und Helfer wieder im Jagdkeller auf Gut Dobersdorf, wo man sich im
gemütlichen, rustikal passenden Ambiente wieder aufwärmen und den Prüfungstag gemeinsam ausklingen lassen konnte. Das
heiße Rübenmus mit Kochwurst passte dabei perfekt zur eisigen Witterung. Dabei wurden Erfahrungen ausgetauscht,
Leistungen gewürdigt und so manche spannende Situation des Tages noch einmal erzählt.

Trotz winterlicher Bedingungen war es eine spannende, anspruchsvolle und rundum gelungene Prüfung, die Hunden, Führern
und Helfern viel abverlangte, aber auch eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Jagdhunde zeigte.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Landesgruppe diese Prüfungskombination erstmals ausgerichtet hat und mit nicht erwarteter großer Teilnehmerzahl abschließen konnte. Ein gelungener Auftakt, der sicherlich in guter Erinnerung bleibt und zur festen Einrichtung werden könnte.