Auch in diesem Jahr traf sich die Landesgruppe wieder im Vereinsheim des Hundesportvereins Ockstadt zur Jahreshauptversammlung. Beginn der Sitzung war um 13 Uhr, aber wie auch zuletzt wurden alle Teilnehmer von einem üppigen Imbiss abgelenkt. Hier hatten wieder einmal die Heinzelmännchen hinter dem Vorstand ganze Arbeit geleistet und belegte Brötchen, Kräppel, Kaffee und Kaltgetränke aufgetafelt. Nach der offiziellen Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Franz Reimche wurde zunächst an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht.
Sodann wurde das Protokoll zur Jahreshauptversammlung 2025 genehmigt.
Zuchtwartin Barbara Beck informierte über die Aktivitäten im vergangenen Jahr 2025 und die am 20.01.2026 online durchgeführte Zuchtwartetagung, auf der Anträge für die Jahreshauptversammlung in Lippstadt diskutiert wurden.
Den Anträgen zur Reduzierung der Deckeinsätze von Zuchtrüden wurde zugestimmt, die Einschränkung zum Züchten mit zwei Hündinnen gleichzeitig fand ebenso Anklang, obwohl dieser Fall in unserer LG derzeit sehr unwahrscheinlich ist. Das Richten von mindestens einem Spezialzuchtrichter und einem Formwertrichter auf Zuchtschauen ist begrüßenswert, wird allerdings in unserer Landesgruppe differenziert gesehen, da wir selbst keine Zuchtrichter haben und zuletzt nur 5 bis 6 Hunde zu richten waren.
Die Festlegung der Aufgaben und Anforderungen an einen Zuchtwart mithilfe von Schulungen wurde begrüßt.
Dem Antrag zur Modifizierung der Kriterien für die Vergabe des vorm Walde-Zeichens wurde einstimmig abgelehnt, da das nicht zuletzt für Außenstehende ein Zeichen dafür sein könnte, dass der Große Münsterländer den einst hoch gesteckten Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.
Die Bereicherung unserer Zuchtbasis durch Gründung eines internationalen Verbandes gestaltet sich nach wie vor zäh. Zum einen scheitern einfache Abstimmungen an der Sprachbarriere und zum anderen ist das Interesse an einer Zusammenarbeit im Ausland sehr begrenzt. Mit Ausnahme von Tschechien wurden die Fragen zu den Mindestanforderungen an Zuchthunde nur sehr eingeschränkt beantwortet, was vermutlich daran liegt, dass Züchter im Ausland ohne Probleme auf deutsche Zuchthunde zugreifen können, um ihren Genpool zu erweitern.
In den Zwingern „vom Niedtal“ und „aus den Hochholzern“ sind im vergangenen Februar insgesamt 13 Welpen gewölft worden. In diesem Jahr wird ein Wurf im Zwinger „von den Eisheiligen“ erwartet.
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete Wilhelm Theisinger über die von unserer Landesgruppe durchgeführten Prüfungen. Auf der VJP in Rheinhessen wurden 12 Hunde geführt, davon 9 GM, auf der in Rheinland/Pfalz und Bayern (Gewässer) stattgefundenen HZP wurden 4 Große Münsterländer erfolgreich geführt.
Die Verbandsschweißprüfung auf der 40-Stundenfährte konnte im vergangenen Jahr der Große Münsterländer Yoshi vom Flörbach erfolgreich im I. Preis bestehen.
An der v.W.-HZP nahm kein Hund aus unserer Landesgruppe teil. Die dorthin entsandten Richter unserer Landesgruppe berichteten allerdings von teilweise ungeklärten Zuständigkeiten in Verbindung mit den dort eingesetzten Wasserrichtern, was zu Unstimmigkeiten führte.
Franz Reimche berichtete im Weiteren von der kürzlich durchgeführten Richterfortbildung zum Thema „Die Wesensbeurteilung in Zucht- und Leistungsprüfungen des JGHV sowie deren Justiziabilität im Einspruchsverfahren“, was großen Anklang fand.
Die Kassenführerin berichtete von nicht gezahlten Mitgliedsbeiträgen. Trotz mehrerer Mahnungen haben zwei Personen ihre Beiträge nicht entrichtet, so dass deren Ausschluss rückwirkend zum 31.12.2025 beschlossen wurde. Die Landesgruppe hat damit zum 01.01.2026 143 Mitglieder, davon 10 Familien- und 2 Ehrenmitglieder.
Die Einnahmen und Ausgaben wurden von unserer neuen Kassenführerin nachvollziehbar zusammengestellt. Das Konto schließt im Jahr 2025 insgesamt mit einem kleinen Überschuss ab. Die Einnahmen aus den Nenngeldern deckten mit Ausnahme der an den JGVH und den Hauptverband abgeführten Beiträge alle sonst getätigten Ausgaben.
Die Entlastung des Vorstands erfolgte auf Antrag des Kassenprüfers einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen.
Als Kassenprüfer wurde Hans Werner Beck für das Rechnungsjahr 2026 und Tobias Berk für die Jahre 2026 und 2027 gewählt.
Unter „Verschiedenes“ wurde angeregt, den Verein mit mehr Leben zu erfüllen. Zum Beispiel könnte man Prüfungen auf der Langschleppe durchführen, oder gemeinsam ein Saugatter besuchen. Die Präsentation der Großen Münsterländer mit einem eigenen Stand auf der Messe in Alsfeld wurde ebenso vorgeschlagen wie die Organisation einer Deckrüdenschau in 2027 oder später.
Die Sitzung war gegen 16.00 Uhr beendet.
Barbara Beck