Die VGP am 04. und 05.10.2025 bei Alzey
Insgesamt vier Führer hatten die Fellnasen zur Prüfung angemeldet. Die Feldarbeit
sollte in Dautenheim, die Waldarbeit am Otterberg und die Wasserarbeit in Ramsen
durchgeführt werden. Die Prüfung war insbesondere am ersten Tag speziell auch in der Feldarbeit von extrem schlechten Wetterverhältnissen geprägt. Starke Windböen und heftiger Regen, zum Teil Starkregen erschwerten die Prüfung.
Als Richterobmann fungierte Michael Ihrig, die Mitrichter waren Franz Reimche und H. Rasch. Michael Seifert hatte die Revierführung übernommen und wurde diesbezüglich am zweiten Tag von Wilhelm Theisinger unterstützt.
Leider hat der einzige teilnehmende Große Münsterländer „Mick vom Donnersberg“ die Prüfung nicht bestanden. Er hatte bei der Federwildschleppe zwar korrekt aufgenommen, brachte das Stück jedoch nicht bis zu seinem Führer Robin Graf, sondern legte es in einiger Entfernung von ihm ab. Die Prüfungsordnung sieht als Sanktion hierfür ein Ausscheiden aus der Prüfung vor.
Die anderen drei Gespanne zeigten eine als solide zu bezeichnende Leistung. Der Drahthaarrüde „Fürst vom Mackenstein“ wurde von dem amerikanischen Staatsangehörigen Charles Craw geführt. Für das Richtergremium sowie die Prüfungsleitung musste die englische Sprachbarriere jeweils überwunden werden. Insgesamt zeigt sich immer mehr, dass Führer aus dem Ausland, z.B. aus Schweden, der Schweiz, Luxemburg oder wie hier aus den Vereinigten Staaten den Weg zu unseren Prüfungen finden. Der Hund hatte eine recht bewegte Vergangenheit zu bewältigen, fand aber in seinem Führer einen behutsam mit ihm umgehenden Jagdkameraden.
Dies galt auch für Timon Rädle und seine DK- Hündin „Ayla vom Siebensprung“, die hier gesondert genannt wird, da sie die lebende Ente nicht gearbeitet hat und der Führer bisher auch keine Bescheinigung vorgelegt hat.
Besonders ist in diesem Zusammenhang Ernst Heinrich Stock mit seiner kleinen Münsterländerin „Merle II vom Forstweg“ zu erwähnen. Jede positive Arbeit wurde von dem Führer mit einem gezielten Lob beantwortet. Die Freude über das Prüfungsergebnis wog dabei besonders, da Merle im Hinblick auf das Alter ihres Führers wohl die letzte auszubildende Hündin darstellt. Originalton des Führers: „Ich bin ja so glücklich, dass wir die Prüfung bestanden haben“.
Fürst von Mackenstein wurde Suchensieger mit 306 Punkten im 1.Preis und die meisten Punkte erreichte Merle II mit 318 Punkten, leider nur im 3. Preis.
Nach der Prüfung versammelte man sich noch einige Zeit im Falkensteiner Hof und
besprach freundschaftlich das Ergebnis der Prüfung. Franz Reimche bedankte sich bei allen Teilnehmern für die geleistete Arbeit, speziell auch bei Melanie Seifert, die für die Formalien, d.h. die Schriftführung verantwortlich zeichnete.
Franz Reimche

